
In einer Temperier- oder Laminationsanlage sind die Aufwärmzeit sowie die Temperaturverteilung entscheidende Faktoren für die Qualität des Endprodukts. Wenn der Aufwärmvorgang zu langsam verläuft, zieht sich der Zyklus in die Länge. Wenn auf der Oberfläche heiße und kalte Stellen vorhanden sind, entstehen thermische Spannungen – was wiederum zu optischen Verzerrungen oder sogar zu spontanen Brüchen führen kann. Wir haben daher einen Infrarotheizer mit schneller Reaktionszeit entwickelt, um diese Probleme zu beseitigen.
Was technisch wichtig ist: Wir verwenden Kurzwellen-Infrarotstrahlung mit Hochemissionsquarztuben. Dadurch gelangt die Wärme direkt in das Glas sowie die Beschichtungen – ohne die Verzögerungen, die bei konvektiver Wärmeübertragung auftreten. Der Aufwärmvorgang von der Umgebungstemperatur auf 650°C erfolgt dabei in einem Zeitraum von 1–3°C pro Sekunde. Die Temperaturgleichmäßigkeit auf der aktiven Oberfläche beträgt mindestens 95% – bei 600°C sind es ±15°C. Die Leistungsdichte liegt bei 25–45 W/cm². Diese Werte werden je nach Größe des Moduls angepasst, sodass das Wärmeprofil der Geometrie des Glases entspricht – und nicht umgekehrt. Die Reaktionszeit auf die eingestellte Temperatur beträgt weniger als 0,8 Sekunden. Durch die Schleifensteuerung bleibt die Temperatur stabil innerhalb des gewünschten Bereichs.
Warum das im Betrieb wichtig ist: Beim Temperieren muss die Abkühlung dem Heizvorgang folgen. Schnellere und gleichmäßigere Erwärmung verringert die Zeit, die das Glas zur Erwärmung benötigt – was wiederum die optische Qualität verbessert und dazu beiträgt, dass der Ofen stets in einem stabilen Zustand bleibt. Bei der EVA/SGP-Laminierung verkürzt eine schnelle, gleichmäßige Oberflächenerwärmung den Vakuum- zu Druckzyklus, reduziert Luftblasen und sorgt für eine bessere Haftung der Schichten. Bei der Abdichtung von Isolierglas ermöglicht dies eine präzise Temperatureinstellung an den Rändern – wodurch Fehler durch ungleiche Aktivierung des Trocknungsmittels vermieden werden. Der Energieverbrauch sinkt, da der Heizer weniger Zeit damit verbringt, untätig zu sein, und eher bei der eingestellten Temperatur arbeitet. Zudem kann das Modul direkt in die meisten OEM-Öfen eingesetzt werden.
Ein paar Hinweise zum Einsatz im Betrieb: Die Montagegenauigkeit muss hoch sein – die Ausrichtung sowie der Abstand zwischen den Komponenten müssen der Geometrie des Quarzkörpers sowie des Reflektors entsprechen. Andernfalls wird die Temperaturgleichmäßigkeit beeinträchtigt. Reflexionen und Wiederausstrahlungen durch nahegelegte Schutzschirme können zu lokal hohen Temperaturen führen – daher sollten die Emmissivität sowie der Abstand innerhalb der Kammer genau kontrolliert werden. Für eine lange Lebensdauer der Lampe sowie eine stabile Leistung sollte man sich innerhalb des vorgegebenen Spannungsbereichs bewegen und sicherstellen, dass die Oberfläche der Lampe frei von Beschichtungsresten und Staub ist.